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einzelne-reife-kirscheDie neue Erntesaison 2017/18 in Nicaragua hat heuer wetterbedingt in tiefen Lagen schon im September begonnen, aber auch in unseren SHG-Lagen (über 1.000 Metern Seehöhe) haben wir seit Ende September mit der Erntevorbereitung begonnen. Bis zu unserer Rückkehr nach Nicaragua Ende September wird zwar noch nicht gepflückt, aber es ist schon Zeit für die pepena. Pepenar (abgeleitet vom Nahuatl-Wort pehpena) steht für einsammeln, selektiern, einem Vorernte-Pflückdurchgang bei dem gezielt einzelne reife Kirschen aus der Vorblüte (floración loca) gepflückt werden.

Die Pepena ist vor allem eine phytosanitäre Maßnahme zur Pflanzengesundheit, denn jede einzelne heruntergefallene (über)reife Kaffeekirsche wäre der ideale Nistplatz für den Broca-Käfer, einem Schädling, der seine Eier in Löcher legt, die er in die Kaffebohne bohrt. Die Löcher sind zwar bloß ein Schönheitsfehler der Kaffeebohne, nicht jedoch die Ausscheidungsprodukte der Larven an den Bohrlöchern, an denen sich Schimmelpilz ansetzt, der wiederum Pilzgifte sog. Aflotoxine produziert.

Den bei der Pepena gepflückten Kaffee bereiten wir genauso wie den regulär gepflücken Kaffee auf und verwenden ihn als Haustrunk auf den Fincas.
Jetzt, im Dezember 2017, ist die Ernte schon zu gut einem Drittel vorbei: auch das ist heuer anders, denn normalerweise beginnen wir auf unseren höchstgelegenen Fincas Los Andes in der Pavona und Los Alpes am Cerro Kilambé erst nach Weihanchten mit dem Pflücken. Positiv ist die gleichmäßige Reifung, sodass die Pflücker es mit dem Picking ein wenig leichter haben als in anderen Jahren.

 

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